Was StudiVZ momentan alles falsch macht..
Die Betreiber von StudizVZ und SchülerVZ machen meiner Meinung nach momentan einiges falsch. Darunter sind offensichtliche Fehler, aber auch einige Sachen, die sich erst auf den zweiten Blick als problematisch herausstellen.
1. Die Abmahnungen gegen die anderen VZ’s
Das offensichtliche zuerst: Mit Abmahnungen gewinnt man keinen Blumentopf. Im Gegenteil, da selbst als Facebook-Copycat gestartet, sind diese Aktion eher peinlich bis unverschämt. Zumal selbst Fachleute die Erfolgsaussichten als bescheiden einschätzen. Einige der attackierten Netzwerke sind zwar eingeknickt, aber andere werden dies eben nicht tun und bekommen damit auch noch reichlich kostenlose PR und den medienwirksamen Bonus des Underdogs.
2. MeinVZ
Mit dem Start eines dritten Netzwerks hat man sich bei Holtzbrinck meiner Meinung nach keinen Gefallen getan. Statt sich auf die bestehenden beiden zu konzentrieren und StudiVZ für den Konkurrenzkampf mit Facebook “fit” zu machen, verschwendet man Geld und Ressourcen in die Etablierung einer neuen Marke. Zudem gibt es für Nutzer “die nicht (mehr) studieren” – sprich arbeiten – mit XING ein in Deutschland bereits gut etabliertes Netzwerk gegen das sich MeinVZ wahrscheinlich nur schwer durchsetzen wird.
3. Die neuen Einstellungen zur Privatsphäre
Zusammen mit dem Start von MeinVZ wurden im StudiVZ neuen Möglichkeiten zum Schutz der Privatsphäre eingeführt. Diese neuen Einstellungen sind natürlich an sich kein Fehler, sondern im Gegenteil eine echte Innovation. Endlich kann man selbst bestimmen, wer welche Informationen sieht, wer einen auf Fotos verlinken darf usw. Statt nun aber diese neuen Möglichkeiten medienwirksam zu kommunizieren und damit in Sachen Datenschutz wieder ein paar Pluspunkte einzufahren, herrscht Funkstille in der StudiVZ-Presseabteilung. Erfolgreiche Unternehmenskommunikation sieht jedenfalls anders aus.
Tags: facebook, holtzbrinck, meinvz, schuelervz, studivz


März 4th, 2008 at 11:00 pm
Eine Alternative zu studiVZ/MeinVZ könnte kaioo.de in Kombination mit kaioomusic sein. Mir erscheint diese Seite zumindest als hoffnungsvoller Ansatz in einer mittlerweile sehr stark kommerzialisierten Web 2.0-Welt. Klar wurde kaioo auch durch Schmidtholtz eine kräftige Finanzspritze als Starthilfe zuteil, doch kaioo ist gemmeinnützig und spendet alle künftigen, durch Werbung erzielten Einnahmen an wohltätige Zwecke. Meiner Meinung ist kaioo.de also eine echte Alternative zu studiVZ/MeinVZ, Myspace, Facebook, StudiVZ, MeinVZ und wie sie alle heißen. Eine Unterstützung durch rege Teilnahme lohnt sich also auf jeden Fall, denn hier kann man sogar Inhalte und AGB durch aktive Teilnahme mitgestaltet und vorgeschlagen werden. Das ist wirklich Web 2.0 und sozial!